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Gib mir eine Aufgabe
Ein wichtiger Schlüssel in der Betreuung älterer und demenzerkrankter Menschen ist es, auch weiterhin Aufgaben im Alltag zu übernehmen. Zum Welt-Alzheimertag am 21. September möchten wir daran erinnern und Sie ermutigen.
Früher war es anders: Zwischen Beruf, Hobby, Haushalt, Hausbau, Freunden und Kindern wird es selten langweilig. Im Alter fallen jedoch viele Aufgaben weg, soziale Kontakte werden weniger und krankheitsbedingt klappt vieles nicht mehr so wie damals.
Dann wird es ruhiger. Heute würde man sagen: „entschleunigt“. Wichtig ist es, auch in dieser Lebensphase weiterhin eine Beschäftigung zu haben, die dem Alltag einen Sinn gibt und die den Tag strukturiert. Im Japanischen gibt es dafür sogar einen Begriff: „Ikigai“. Ikigai ist der Grund, wofür es sich morgens aufzustehen lohnt - die Aufgabe, die dem Leben einen Sinn gibt.
Im Alter können das ganz einfache Dinge sein. Am besten ist es, wenn man sich an seiner Biografie, seiner Lebensgeschichte orientiert. Auch wenn vieles, z.B. im Haushalt, nicht mehr so leicht von der Hand geht wie früher, heißt es nicht, dass alles wegorganisiert werden muss.
Kleine Aufgaben sollten auch bei Demenz- oder Alzheimererkrankten Senioren bleiben. Und alte Interessen können neu entdeckt werden. Haben Sie schon eine Idee? Na dann los!